Stiftung Bauchspeicheldrüsenkrebs
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Die bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse haben von allen Krebsarten weltweit die schlechtesten Heilungschancen. In Deutschland erkranken im Jahr zwischen 9.500-12.000 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs; zusammen mit Krebserkrankungen an der gemeinsamen Einmündung von Bauchspeichel- und Gallengang sind es ca. 15.000 Neuerkrankungen an Periampullären Karzinomen. 95% der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs sterben an dieser Erkrankung im Jahr der Diagnosestellung.

Die Stiftung Bauchspeicheldrüsenkrebs, hat sich zur Aufgabe gestellt, Forschung zur Erkennung der molekularen Entstehungsschritte zu fördern und diese Forschungsergebnisse in der klinischen Medizin umzusetzen. Trotz hochentwickelter Apparatemedizin ist eine Früherkennung dieser Tumoren bisher eher zufällig.

Zigaretterauchen und übermäßiger Alkoholkonsum fördern die Krebsentstehung besonders in der Bauchspeicheldrüse. Zu 90% werden die Tumoren erst im fortgeschrittenen Stadium, d.h. wenn der Tumor außerhalb der Bauchspeicheldrüse im Lymphgewebe, Nerven und anderen Organen mikroskopische Absiedlungen gebildet hat, entdeckt.

Das Durchschnittsalter der Erkrankung ist 64 Jahre, Männer erkranken häufiger als Frauen; aber in den letzten Jahren werden Tumoren der Bauchspeicheldrüse auch bei jungen Menschen, zystische Neubildung des Pankreas überwiegend bei jungen Frauen, beobachtet .

Ein wesentliches Anliegen der Stiftung ist es, neben der molekularen Forschung die Vorbeugung und Früherkennung zu fördern.

Eine genetische Disposition zum Bauchspeicheldrüsenkrebs ist bekannt und bei ca. 5% der Patienten vorhanden. Wie bei den Pankreaserkrankungen mit erhöhtem Krebsrisiko betrifft diese Form der Tumoren meist junge Patienten, denen man durch Vorsorge und Früherkennung die äußerst schmerzhafte, lebensverkürzende Erkrankung ersparen könnte.

Die Stiftung Bauchspeicheldrüsenkrebs fördert Studien, die nicht nur Lebensverlängerung, sondern auch Steigerung der Heilungschancen und Wiederherstellung von Lebensqualität zum Ziel haben.

Die Hoffnung der Patienten richtet sich auf die operative Therapie; nur diese kann bisher Heilung bringen. Die medikamentöse Behandlung ist bisher weniger wirksam und hat zum Teil langfristig erhebliche Nebenwirkungen. Die Stiftung fördert daher die Suche nach neuen Behandlungsprinzipien - auch unter Einschluss der Forschung nach Substanzen aus Naturheilstoffen.

Um die Behandlungsmöglichkeiten und Ergebnisse zu optimieren, fördert die Stiftung die Einrichtung eines zentralen Krebsregisters für Bauchspeicheldrüsenkrebs, das bisher im Gegensatz zu anderen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland nicht existiert. Während in anderen Ländern hochdotierte Stiftungen (keine staatlichen) die Aufgabe der Verbesserung der Lebensaussichten bei der großen Gruppe der Bauchspeicheldrüsenerkrankungen übernommen haben, drohen die wissenschaftlichen und klinischen Aktivitäten dem Geldmangel im Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland zum Opfer zu fallen.

 
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